Seltsam
dass sich dann doch immer wieder
ein Abgrund vor mir auftut
Sie sind nicht alle gleich tief
Manche kaum mehr als Gruben
mit weichen Blättern gepolstert
Andere klaffen scharfkantig und böse
und wenn ich mich vornüber beuge
versinkt mein Blick im Bodenlosen
Was wollen sie von mir
diese hinterhältigen Erdspalten
die mir unversehens den Weg verstellen?
Habe ich es nicht verdient
auf ebenen Pfaden zu wandeln
weil ich Schuld auf mich lud
in Gedanken, Worten und Werken?
Wäre mir langweilig
ohne den Reiz der Gefahr?
Oder zwingt mich das Schicksal, zu beweisen
dass ich noch springen kann
und fliegen?
Gedichte Gedanken Träume Texte Geschichten Kurzgeschichten Lyrik Prosa Wortbilder Wortsplitter Kaia Rose
Freitag, 3. November 2017
Sonntag, 29. Oktober 2017
Wellen
Jede siebente
haben sie gesagt
Und auf die hatte ich mich vorbereitet
Die Füße hätte ich fest im Erdboden verankert
die Schultern gestrafft
alle Muskeln angespannt
Mit Leichtigkeit hätte ich ihr standgehalten
Aber sie haben gelogen
Sie haben vergessen, zu erwähnen
dass es auch die zweite oder dritte oder fünfte sein kann
die dir den Boden unter den Füßen wegzieht
und dich fortreißt
ob du willst oder nicht
aus heiterem Himmel
So kam es, dass ich sie nicht bemerkte
bis der gläserne Berg sich vor mir auftürmte
und an Flucht nicht mehr zu denken war
weil ich um nichts in der Welt versäumen wollte
wie sie sich bräche
Selbst, wenn sie mich mitnähme
Ich liebe die Wellen, alle sieben
haben sie gesagt
Und auf die hatte ich mich vorbereitet
Die Füße hätte ich fest im Erdboden verankert
die Schultern gestrafft
alle Muskeln angespannt
Mit Leichtigkeit hätte ich ihr standgehalten
Aber sie haben gelogen
Sie haben vergessen, zu erwähnen
dass es auch die zweite oder dritte oder fünfte sein kann
die dir den Boden unter den Füßen wegzieht
und dich fortreißt
ob du willst oder nicht
aus heiterem Himmel
So kam es, dass ich sie nicht bemerkte
bis der gläserne Berg sich vor mir auftürmte
und an Flucht nicht mehr zu denken war
weil ich um nichts in der Welt versäumen wollte
wie sie sich bräche
Selbst, wenn sie mich mitnähme
Ich liebe die Wellen, alle sieben
Samstag, 21. Oktober 2017
No way out
Ich werde immer da sein.
Niemals einknicken
mich drücken oder
davonlaufen
Niemals mich verstecken
Mit mir gibt es nur
alles oder nichts
Die ganze Wahrheit oder
die perfekte Lüge
Mit einem feigen Mittelweg
kommst du nicht durch
Versuche also nur nicht
mich vorsichtig zu umschiffen
schmeichelnd einzulullen oder
wortreich schönzureden
So oder so
entkommst du mir nicht
Dein Weg führt unweigerlich
durch meine Mitte
und niemals
an mir
vorbei
Niemals einknicken
mich drücken oder
davonlaufen
Niemals mich verstecken
Mit mir gibt es nur
alles oder nichts
Die ganze Wahrheit oder
die perfekte Lüge
Mit einem feigen Mittelweg
kommst du nicht durch
Versuche also nur nicht
mich vorsichtig zu umschiffen
schmeichelnd einzulullen oder
wortreich schönzureden
So oder so
entkommst du mir nicht
Dein Weg führt unweigerlich
durch meine Mitte
und niemals
an mir
vorbei
Montag, 16. Oktober 2017
Flügel der Nacht
Da ist er wieder
der unwiderstehliche Sog
der Finsternis
Reizvoll und verlockend
wie eh und je
Und wie eh und je
geb ich mich freiwillig und ganz
der Faszination des Dunklen hin
und der Magie des Verbotenen
Manche Dinge ändern sich nie
der unwiderstehliche Sog
der Finsternis
Reizvoll und verlockend
wie eh und je
Und wie eh und je
geb ich mich freiwillig und ganz
der Faszination des Dunklen hin
und der Magie des Verbotenen
Manche Dinge ändern sich nie
Donnerstag, 14. September 2017
Überschießend
Wieder einmal
zu hoch geflogen
zu lange getanzt
zu tief getaucht
zu wild geküsst
Wieder einmal
zu weit gegangen
wie schon so oft
und noch immer nicht bereit
die Zeche zu zahlen
Der Preis bleibt unverändert hoch
und bitter
aber immer ist er es wert
Weil ich so bin
wie ich sein muss
Zu viel von allem
Sonntag, 10. September 2017
Unterwegs
Der Weg
ist das Ziel
endlos erstreckt er sich
vor und hinter dir
wo du auch hinschaust
Sinnlos
den Anfang zu suchen
oder das Ende
Sie treffen sich immer
unter deinen Fußsohlen
Der Weg
ist das Ziel
ist der Weg
ist das Ziel
bis zuletzt
ist das Ziel
endlos erstreckt er sich
vor und hinter dir
wo du auch hinschaust
Sinnlos
den Anfang zu suchen
oder das Ende
Sie treffen sich immer
unter deinen Fußsohlen
Der Weg
ist das Ziel
ist der Weg
ist das Ziel
bis zuletzt
Freitag, 18. August 2017
Ent.flamm.bar
Sie fühlt sich so gut an
die Sonne auf meiner Haut
ihr fester, zärtlicher Griff
der das Leben in mich hinein gießt
Ich weiß, ich sollte mich
schützen vor ihrem Feuer
will ich nicht wieder
einen hohen Preis bezahlen
Doch weiß ich auch
was immer es kosten mag
ich werde mich jedes Mal entscheiden
zu brennen
die Sonne auf meiner Haut
ihr fester, zärtlicher Griff
der das Leben in mich hinein gießt
Ich weiß, ich sollte mich
schützen vor ihrem Feuer
will ich nicht wieder
einen hohen Preis bezahlen
Doch weiß ich auch
was immer es kosten mag
ich werde mich jedes Mal entscheiden
zu brennen
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