Der Augenblick
in dem der Hammer in deinem Kopf einsetzt
- ganz plötzlich, wie ein Stein,
der ins Wasser fällt -
der dich von jenem sanften Schlummer trennt
in dem du dich nicht weißt
jenem Abgrund
der kein Morgen garantiert
kein Ich verspricht
und kein Du kennt
Dieser kurze Atemzug
voller Schmerz
und Wiedererkennen
erweckt dich
zum Leben.
Gedichte Gedanken Träume Texte Geschichten Kurzgeschichten Lyrik Prosa Wortbilder Wortsplitter Kaia Rose
Samstag, 12. Juni 2010
Freitag, 21. Mai 2010
Godot
Warten
auf bessere Zeiten
das letzte Abendmahl
die Erleuchtung
Im Schein der Straßenlaterne
auf liebe Freunde
warme Stuben
das Aufatmen, das
die Spannung löst
Nicht erwarten können
das Unvermeidbare
zu vergessen
dem Unerbittlichen
zu entrinnen
anzukommen
in mir
auf bessere Zeiten
das letzte Abendmahl
die Erleuchtung
Im Schein der Straßenlaterne
auf liebe Freunde
warme Stuben
das Aufatmen, das
die Spannung löst
Nicht erwarten können
das Unvermeidbare
zu vergessen
dem Unerbittlichen
zu entrinnen
anzukommen
in mir
Montag, 10. Mai 2010
Grenzland
Tiefgaragen
Treppentürme
Bettenhäuser
mit wehenden Fahnen erreicht.
So viele Menschen
in der Notfallaufnahme.
Seltsam, dass du ihre Angst
nicht riechst.
Am Rande deiner selbst
fragst du dich,
ob heute der Tag ist,
an dem das Damoklesschwert
sein Ziel trifft
Oder ob der Kelch
wieder einmal
wider Erwarten
an dir vorüber geht.
Das Leben schnell noch einmal
im Spiralblick durchlaufen.
War es so, wie es sein sollte?
Wie es hätte werden können?
Oder hast du es versäumt?
Wartest du immer noch?
Sekunden, die quellen
wie zäher Brei.
Den Augenblick festhalten
- auch wenn du daran erstickst -
aus Angst vor dem nächsten.
Das Flüstern der Hoffnung
wie ein Gebet:
Noch kann alles gut werden.
Noch birgt dieser Tag die Chance,
in der Vergessenheit des Alltags
gnädig unterzugehen.
Treppentürme
Bettenhäuser
mit wehenden Fahnen erreicht.
So viele Menschen
in der Notfallaufnahme.
Seltsam, dass du ihre Angst
nicht riechst.
Am Rande deiner selbst
fragst du dich,
ob heute der Tag ist,
an dem das Damoklesschwert
sein Ziel trifft
Oder ob der Kelch
wieder einmal
wider Erwarten
an dir vorüber geht.
Das Leben schnell noch einmal
im Spiralblick durchlaufen.
War es so, wie es sein sollte?
Wie es hätte werden können?
Oder hast du es versäumt?
Wartest du immer noch?
Sekunden, die quellen
wie zäher Brei.
Den Augenblick festhalten
- auch wenn du daran erstickst -
aus Angst vor dem nächsten.
Das Flüstern der Hoffnung
wie ein Gebet:
Noch kann alles gut werden.
Noch birgt dieser Tag die Chance,
in der Vergessenheit des Alltags
gnädig unterzugehen.
Sonntag, 25. April 2010
Metamorphosen
Ich wandle epikureische Wege
im Niemandsland.
Alleine
- das ist die sicherste Option.
Glauben wollen,
was ich nicht wissen kann.
Denken dürfen,
was ich nur fühle.
In der Einsamkeit streift mich
wie ein Hauch von Erinnerung
Friede.
im Niemandsland.
Alleine
- das ist die sicherste Option.
Glauben wollen,
was ich nicht wissen kann.
Denken dürfen,
was ich nur fühle.
In der Einsamkeit streift mich
wie ein Hauch von Erinnerung
Friede.
Samstag, 17. April 2010
Eruptionen
Was, wenn der Vulkan,
auf dem zu tanzen du glaubtest,
eines Tages explodierte?
Wenn dir die heiße Lava
aus dem tiefsten Schlund,
von der du nur träumen wolltest,
die du nie sehen wolltest,
in greller Vernichtung entgegen schösse?
Wenn graue Asche dir den Blick
und nach dem Licht den Atem nähme
und deine Flügel, eben noch so stolz im Wind,
erlahmten?
Was, wenn alle Märchen dieser Welt
im Angesicht der Wirklichkeit
durchs Tor zur Hölle führen,
bevor sie stumpf und fahl im Nichts verwehten?
Die Antwort
mein Freund
findest du nur
wenn du zu suchen wagst
auf dem zu tanzen du glaubtest,
eines Tages explodierte?
Wenn dir die heiße Lava
aus dem tiefsten Schlund,
von der du nur träumen wolltest,
die du nie sehen wolltest,
in greller Vernichtung entgegen schösse?
Wenn graue Asche dir den Blick
und nach dem Licht den Atem nähme
und deine Flügel, eben noch so stolz im Wind,
erlahmten?
Was, wenn alle Märchen dieser Welt
im Angesicht der Wirklichkeit
durchs Tor zur Hölle führen,
bevor sie stumpf und fahl im Nichts verwehten?
Die Antwort
mein Freund
findest du nur
wenn du zu suchen wagst
Sonntag, 11. April 2010
Disziplin
Zu müde
um Fragen zu stellen
ausgeleert
einsam
Es könnte so einfach sein
aber wer will das schon
das kann ja jeder
Ein Hilferuf
klingt lächerlich
wenn du auch so überlebst
Lieber schweigen und handeln
als leiden und denken
stur geradeaus
jetzt erst recht
Das Blut in deinem Kopf
singt sein Lied
du wirst es irgendwann
vielleicht verstehen
Bis dahin folgst du blind
dem monotonen Takt
wer braucht ein Ziel
es reicht der nächste Schritt
um Fragen zu stellen
ausgeleert
einsam
Es könnte so einfach sein
aber wer will das schon
das kann ja jeder
Ein Hilferuf
klingt lächerlich
wenn du auch so überlebst
Lieber schweigen und handeln
als leiden und denken
stur geradeaus
jetzt erst recht
Das Blut in deinem Kopf
singt sein Lied
du wirst es irgendwann
vielleicht verstehen
Bis dahin folgst du blind
dem monotonen Takt
wer braucht ein Ziel
es reicht der nächste Schritt
Sonntag, 4. April 2010
365
Wie eine Drohung
steht die Zahl vor dir
Auf Fels gebaut
um jedem Sturm zu trotzen
muss deine Liebe Tag für Tag
vollkommen sein
Und wenn der Überdruss
dich aus dem Käfig des Gewohnten
hinaus ins Freie treibt
in die Natur
wo dich ein stiller Friede sucht und findet
der Menschen scheut und keine Liebe kennt
Dann bist du an der großen Zahl gescheitert
Vernimm den Schuldspruch und
gesteh’ die Sünden ein
Dein Brandmal wird dich zeichnen
bis ans Ende
und dir Verdammnis und
Erlösung
sein.
steht die Zahl vor dir
Auf Fels gebaut
um jedem Sturm zu trotzen
muss deine Liebe Tag für Tag
vollkommen sein
Und wenn der Überdruss
dich aus dem Käfig des Gewohnten
hinaus ins Freie treibt
in die Natur
wo dich ein stiller Friede sucht und findet
der Menschen scheut und keine Liebe kennt
Dann bist du an der großen Zahl gescheitert
Vernimm den Schuldspruch und
gesteh’ die Sünden ein
Dein Brandmal wird dich zeichnen
bis ans Ende
und dir Verdammnis und
Erlösung
sein.
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