So ein Blau
in dem man sich verlieren möchte
freundlich und weit
Genauso muss es aussehen
mein Verlier-Blau
Hell und einladend
nichts Dunkles, Bedrohliches
Ein Versprechen
keine düstere Vorankündigung
Wenn ich hoch hinauf steige
in das unbekümmerte Blau
auf meiner Gedankenstrickleiter
kann ich den lauen Wind spüren
der meinen Körper liebkost
Werde ich nach unten schauen?
Ich weiß es nicht
Vielleicht wird mir das Sein im Blau genügen
Ein Hier, ein Jetzt
mehr braucht es nicht
Aber wenn ich
falls ich
doch den Blick hinab riskiere
wird es ein Spiel sein
eine bunt getupfte Tiefe
ohne Sog
Ein Flug wird es sein
kein Fall
Gedichte Gedanken Träume Texte Geschichten Kurzgeschichten Lyrik Prosa Wortbilder Wortsplitter Kaia Rose
Donnerstag, 30. Juli 2015
Samstag, 25. Juli 2015
Strada del Sole
Legionen von Sonnenblumen
stehen gesenkten Hauptes
eine Armee geschlagener Soldaten
demütig sich ergebend dem Feind
Gewaltige Oleanderbüsche
in machtvoller Blüte
spotten ihnen Hohn
und aus dem eleganten Reigen der
Zypressen blinzeln mir
vorwitzige Palmen zu
Endlos reckt Hügel an Hügel
sein Gesicht in die Sonne
Weinstöcke sprenkeln
Sommersprossen gleich
den braunen Teint
Auf der linken Seite in mattem Türkis
immer wieder das Meer
zweidimensional und flach
wie mit Wasserfarben hingepinselt
von einem Kind
Vor mir das Asphaltband
glänzt flüssig unter der Glut
eine Illusion von kühlem Nass
so trügerisch
bis an den Horizont
stehen gesenkten Hauptes
eine Armee geschlagener Soldaten
demütig sich ergebend dem Feind
Gewaltige Oleanderbüsche
in machtvoller Blüte
spotten ihnen Hohn
und aus dem eleganten Reigen der
Zypressen blinzeln mir
vorwitzige Palmen zu
Endlos reckt Hügel an Hügel
sein Gesicht in die Sonne
Weinstöcke sprenkeln
Sommersprossen gleich
den braunen Teint
Auf der linken Seite in mattem Türkis
immer wieder das Meer
zweidimensional und flach
wie mit Wasserfarben hingepinselt
von einem Kind
Vor mir das Asphaltband
glänzt flüssig unter der Glut
eine Illusion von kühlem Nass
so trügerisch
bis an den Horizont
Freitag, 10. Juli 2015
Überforderung
Zu viel
zu oft
zu laut
zu lange
Sie ziehen
zerren
fordern
brauchen
Erbarmungslos
hemmungslos
pausenlos
grenzenlos
Ein jeder
kämpft
mit allen
Mitteln
um die Reste
deiner Kraft
ohne
Rücksicht auf Verluste
Du tust
was sie von
dir erwarten
bringst die
Performance
und bist
ihnen
nie genug
Es bleiben
immer
Wünsche
offen
Du bist am
Ende
aber nie
am
Ziel
Mittwoch, 1. Juli 2015
Showdown
Ice people
in the sun
Taking vain efforts to
protect their soft, white skin
from its blazing heat
Sweating with flame-coloured fear
Slowly melting away
almost audibly
drop by drop by drop
And while closing their eyes
against their foreboding
enjoying itDonnerstag, 7. Mai 2015
Aufwind
Durchatmen
loslassen
abheben
Die warme Brise
unter den Flügeln spüren
ganz zart nur
ihre Liebkosung kosten
mich in der Strömung wiegen
mit den Wolken tanzen
getragen von ihrem Licht
Annehmen
ankommen
frei sein
Donnerstag, 23. April 2015
Pause
Einfach mir selbst genügen
Für einen Moment
Nichts wollen
Niemanden vermissen
Nirgends mich hinsehnen
Nur ich sein
Und hier
Kein Reißen und Ziehen
Das in mir wütet
In meiner Seele
Kein bitterer Schmerz
Mit beiden Beinen
Sicher am Boden stehen
Die Flügel am Rücken gefaltet
Ich brauch sie gerade nicht
Ein stilles Lächeln
wärmt mich von innen
Bescheiden und unspektakulär
Explosion und Exstase
Sind heute abgesagt
Innehalten
Mein Sein wahrnehmen
Die Freiheit kosten
Und plötzlich wissen
Wie Frieden schmeckt
Für einen Moment
Nichts wollen
Niemanden vermissen
Nirgends mich hinsehnen
Nur ich sein
Und hier
Kein Reißen und Ziehen
Das in mir wütet
In meiner Seele
Kein bitterer Schmerz
Mit beiden Beinen
Sicher am Boden stehen
Die Flügel am Rücken gefaltet
Ich brauch sie gerade nicht
Ein stilles Lächeln
wärmt mich von innen
Bescheiden und unspektakulär
Explosion und Exstase
Sind heute abgesagt
Innehalten
Mein Sein wahrnehmen
Die Freiheit kosten
Und plötzlich wissen
Wie Frieden schmeckt
Donnerstag, 26. März 2015
Ankunft
Als ich heute heimkam
- es war 2 Uhr 40 -
Zwitscherten die ersten Vögel.
Ein tiefer, dunkler Angesang von Rot
Durchwob den Himmel dort,
Wo ein paar Stunden später
Die Sonne ihr Licht ausschütten wird
Es roch nach meiner Welt
Vertrautem Leben
Und ehe noch
Mein Denken es
In Worte fassen konnte
Wusste ich
Ich bin zuhaus.
- es war 2 Uhr 40 -
Zwitscherten die ersten Vögel.
Ein tiefer, dunkler Angesang von Rot
Durchwob den Himmel dort,
Wo ein paar Stunden später
Die Sonne ihr Licht ausschütten wird
Es roch nach meiner Welt
Vertrautem Leben
Und ehe noch
Mein Denken es
In Worte fassen konnte
Wusste ich
Ich bin zuhaus.
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