Herr, schenke uns Glauben
wenn unsere Welt ins Wanken gerät
Hoffnung, wenn wir zu verzweifeln drohen
Mut, unseren Ängsten entgegenzutreten
Und wenn die Dunkelheit nach uns greift
gib uns Licht.
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Freitag, 30. März 2018
Samstag, 17. März 2018
Bruchstücke
„Geh nicht“, bat er sie, aber er sagte es erst, als sie den Fuß schon auf die Schwelle gesetzt hatte und sie beide wussten, dass es zu spät war. Trotzdem tat es gut, diese Worte aus seinem Mund zu hören: „Geh nicht.“
Sie überlegte, was sie ihm antworten sollte, doch jeder Satz, der ihr in den Sinn kam, klang zu pathetisch, um ihn auszusprechen. „Ein Teil von mir wird immer bei dir sein“, wer sagt denn so etwas im echten Leben? Obwohl es die Wahrheit war.
Für einen Sekundenbruchteil erwog sie sogar zu bleiben. Aber damit würde sie weder sich noch ihm einen Gefallen tun. Jetzt, wo sie so weit gekommen waren. Jetzt, wo sie den Abschied zelebrierten und sich schon mit wohligem Schauer auf den Schmerz vorbereiteten, der danach kommen würde. Nein, bleiben war keine Option, jetzt nicht mehr.
Sie entschied sich dafür, nichts zu sagen. Aber sie blickte ihm in die Augen, direkt, wie sie es immer getan hatte. Sie ließ die Wärme zu, die immer noch zwischen ihnen wogte. Und lächelte ihn an. Er war überrascht, ein wenig verunsichert, und wagte nicht, ihr Lächeln zu erwidern. Aber sie kannte ihn. Sie wusste, wie gut es ihm tat.
Mit einem Mal wurde ihr klar, dass sie nicht nach Worten zu ringen brauchte. Alles, was gesagt werden musste, legte sie in ihr Strahlen. Sie war sicher, dass es in ihm fortwirken würde. Dies war der Grundstein, aus dem sie jederzeit, in ein paar Monaten oder in ferner Zukunft, eine neue Brücke würden bauen können. Sie schwor sich, dass sie ihm immer mit einem Lächeln begegnen würde, wann auch immer und wo auch immer sich ihre Wege kreuzen sollten. Darauf konnte er sich verlassen.
Seine Züge entspannten sich. Als hätte er ihre Gedanken gelesen. Jetzt begann auch er zu leuchten. Alles war gut. Sie drehte sich um und verließ das Haus.
Sie überlegte, was sie ihm antworten sollte, doch jeder Satz, der ihr in den Sinn kam, klang zu pathetisch, um ihn auszusprechen. „Ein Teil von mir wird immer bei dir sein“, wer sagt denn so etwas im echten Leben? Obwohl es die Wahrheit war.
Für einen Sekundenbruchteil erwog sie sogar zu bleiben. Aber damit würde sie weder sich noch ihm einen Gefallen tun. Jetzt, wo sie so weit gekommen waren. Jetzt, wo sie den Abschied zelebrierten und sich schon mit wohligem Schauer auf den Schmerz vorbereiteten, der danach kommen würde. Nein, bleiben war keine Option, jetzt nicht mehr.
Sie entschied sich dafür, nichts zu sagen. Aber sie blickte ihm in die Augen, direkt, wie sie es immer getan hatte. Sie ließ die Wärme zu, die immer noch zwischen ihnen wogte. Und lächelte ihn an. Er war überrascht, ein wenig verunsichert, und wagte nicht, ihr Lächeln zu erwidern. Aber sie kannte ihn. Sie wusste, wie gut es ihm tat.
Mit einem Mal wurde ihr klar, dass sie nicht nach Worten zu ringen brauchte. Alles, was gesagt werden musste, legte sie in ihr Strahlen. Sie war sicher, dass es in ihm fortwirken würde. Dies war der Grundstein, aus dem sie jederzeit, in ein paar Monaten oder in ferner Zukunft, eine neue Brücke würden bauen können. Sie schwor sich, dass sie ihm immer mit einem Lächeln begegnen würde, wann auch immer und wo auch immer sich ihre Wege kreuzen sollten. Darauf konnte er sich verlassen.
Seine Züge entspannten sich. Als hätte er ihre Gedanken gelesen. Jetzt begann auch er zu leuchten. Alles war gut. Sie drehte sich um und verließ das Haus.
Freitag, 9. März 2018
Am Ende der Worte
Und dann hielt sie inne
und blickte sich um
Sie sah
dass es gut war
auch wenn es manchmal wehtat
Sie begriff
dass sie es konnte
auch wenn sie zuweilen strauchelte
Sie wusste
dass sie es wollte
auch wenn sie nie gegen Zweifel gefeit war
Sie hatte erkannt
wer sie war
und liebte ihre vergangenen Ichs
ebenso wie die Zukunft
die in ihr schlummerte
Und es gab nichts mehr zu sagen
Donnerstag, 1. März 2018
Fast geschafft!
Schon wetzt der März die Messer
Mag sich der Winter auch trotzig
hinter seiner Kältewelle verschanzen
Er hat keine Chance
Bald wird die Sonne
mit erbarmungsloser Geduld
Stück für Stück die starre Kruste aufbrechen
und dem Leben die Bahn frei machen
Das wird wieder eine blutige Angelegenheit
Aber mir soll es recht sein
Mein Herz schlägt für den Sommer
Der Winter kann mich mal
Mittwoch, 21. Februar 2018
Crash
Warum liegt das Ende meiner Kräfte
immer zwei Ecken näher
als ich dachte?
Warum hagelt es von irgendwoher
neue Schläge
kaum, dass ich mich aufgerichtet habe?
Was nützt es mir
wenn meine Seele schwingt
und der Körper eine Bruchlandung hinlegt?
Am Ende siegt immer der Schmerz
Dienstag, 13. Februar 2018
Träume
Du wachst auf und fragst dich
warum du so traurig bist
bis du der Traumreste gewahr wirst
die an dir kleben
Träume, die davon erzählen
wer du einmal warst und wie sich das anfühlte
Träume, so nahe an der Wirklichkeit gebaut
dass sie sich auch im Licht des Tages
nicht einfach abstreifen lassen
Und du leidest mit deinem geträumten
vergangenen Ich
Du fühlst seinen Schmerz
und kannst ihm nicht helfen
Und du wirst es nicht los
warum du so traurig bist
bis du der Traumreste gewahr wirst
die an dir kleben
Träume, die davon erzählen
wer du einmal warst und wie sich das anfühlte
Träume, so nahe an der Wirklichkeit gebaut
dass sie sich auch im Licht des Tages
nicht einfach abstreifen lassen
Und du leidest mit deinem geträumten
vergangenen Ich
Du fühlst seinen Schmerz
und kannst ihm nicht helfen
Und du wirst es nicht los
Sonntag, 28. Januar 2018
Was übrig ist
Keine Sehnsucht mehr
die mich quält
Kein nagender Hunger
der mir die Ruhe nimmt
Nur noch der Schatten
eines leisen Bedauerns
weil uns nichts geblieben ist
obwohl da so viel war
Weil wir das Geschenk
das uns in den Schoß geworfen wurde
nicht anzunehmen wussten
Wir sind grandios gescheitert
und haben uns damit abgefunden
weil es auch so geht
Was bleibt, ist ein leises
Bedauern
die mich quält
Kein nagender Hunger
der mir die Ruhe nimmt
Nur noch der Schatten
eines leisen Bedauerns
weil uns nichts geblieben ist
obwohl da so viel war
Weil wir das Geschenk
das uns in den Schoß geworfen wurde
nicht anzunehmen wussten
Wir sind grandios gescheitert
und haben uns damit abgefunden
weil es auch so geht
Was bleibt, ist ein leises
Bedauern
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